Die Geschichte des Kokain


Quelle: Informationsreihe Drogen #5 "Kokain"


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Beginnen wir mit der ersten Erwähnung des Koka, die überhaupt passiert ist (mal auf die westliche Welt, also Europa bezogen).
Dieser Bericht ist von einem Italienischen Seefahrer namens Amerigo Vespucci verfasst worden, und stammt aus dem Monat September des Jahres 1504. Er beschreibt die Leute, die er sah als häßliche Gestalten, deren Backen sich blähten, weil sie beständig ein grünes Krau kauten wie Kühe. Desöfteren, so schrieb er, haben sich diese Leute dann ein weißes Pulver, daß mit einem Stöckchen aus einer Flasche genommen wurde, in den Mund geschoben, wodurch sie das weiße Pulver mit dem Kraut vermischten. Das alles hatte der Herr in seinem Wissen um seine haushohe Überlegenheit den Idios gegenüber natürlich nicht verstanden und somit als komisch abgetan.

Um jedoch vollständig zu bleiben, oder zumindest den Versuch zu unternehmen, muß noch erwähnt werden, daß der Kokastrauch seit tausenden Jahren in Peru als Kulturpflanze angebaut wird. Es wird davon ausgegangen, daß er seit 2500 v.Chr. dort angebaut wird. Im Reiche der Inka, die in ihrer Blütezeit den Hauptteil des Kontinents regierten, war das Koka der herrschenden Klasse vorbehalten, zumindest vornehmlich. Es wurde natürlich auch an schwer arbeitende Menschen verteilt, damit diese ihre Arbeit besser und länger durchfhren konnten. Diese Leute waren meißt Krieger oder Läufer, also Menschen, die von der aufputschenden Wirkung des Kokain profitieren konnten.

In diesen Zeitraum fällt auch die Nutzung der Kokapflanze als religiöses Mittel, so wurde sie den Göttern als Rauch dargebracht und den Toten (als Grabbeigabe) in den Mund gelegt, damit diese günstiger im Jenseits ankamen (wie man dieses Jenseits auch nennen mag). Wie dem auch sei, das Inkareich wurde von den Europäischen Einwanderern und Goldsuchern, zumeist Gesandte der spanischen Krohne, allgemein in den Untergang getrieben. Der 13. und letzte Inkaherrscher wurde von einem Spanier, der noch nicht mal scheiben und lesen konnte, hingerichtet, und zwar 1533. Von da an versank das Reich im Chaos.

Am Anfang war das Koka den Spanischen Eroberern ein Dorn im Auge, doch nach und nach erkannte man daß die Indios besser arbeiteten, wenn sie Koka bekahmen, also wurde das Koka wieder geduldet, auch wenn die Kirche es weiterhin als Teufelskraut verdammte (wie gesagt, sie verstand nicht, wie sowas geht, daß man plötzlich nicht mehr hungrig ist und auch keine Müdigkeit mehr spührt). In späteren Jahren wurde es sogar soweit geduldet, daß es als gültiges Zahlungsmittel bei Zollabgaben und Steuern sowie anderen Tributen zugelassen war. Die Kokapflanzungen der kleinen Kokabauern wurden natürlich schnurstracks enteignet und an führende Bürger der spanischen Krohne verteilt. Diese erhielten dadurch eine wahre Goldgrube, da sich Bergbau (zur Gold und Silbergewinnung) in Peru ohne Koka einfach nicht machen läßt. Um mal die Dimensionen dieses Handels zu verdeutlichen hier ein Beispiel. Ein spanischer Geschäftsmann, der sich mit 30 Tonnen Kokablättern auf den Weg in diese Mienen machte, kam mit 7500 Pesos Gewinn, also 35 Kilogramm Gold, zurück nach Hause. Solche Leute hatten dann schon ausgesorgt. Alles in allem brachte das Koka der spanischen Krone eine ganze Menge des Geldes ein, welches sie durch die Kolonialisierung Südamerikas gewann. Es legt den Schluß nahe, daß die spanische Krone der erste Großdealer im weltweiten Drogengeschäft war.

Anders als beim rapiden Anstieg der Tabakpopularität hat sich jedoch Koka nie in der alten Welt durchgesetzt, es war einfach zu mühsehlig, die Droge zu konsummieren, außerdem sah es doch komisch aus, so wiederkäuend vor sich hin zu lutschen.

Doch kommen wir zum Kokain selbst zurück. Da geht die Geschichte dann erst 1859 weiter, also in einer Zeit, die deutlich zivilisierter war, als das 17te Jahrhundert. In diesem Jahr kam ein Arzt names Carl von Scherzer von einer Weltumseglung zurück, und brachte einen Ballen Kokablätter mit. Die ließ er seinen Doktoranden und Assistenten Albert Niemann untersuchen. Einen Teil des Blätter schickte er an den Göttingener Professor Wöhler. Albert Niemann extrahierte dann auch das Kristall Kokain, welches er genaueren Untersuchungen unterzog, so schrieb er, daß es bei 89 °C schmilzt, und beim weiteren Erhitzen in Salz- und Benzoesäure sowie Methylalkohol und Eckgonien zerfällt. Niemann starb wenig später und die Arbeit wurde von seinem Kollegen Wilhelm Lossen weitergeführt, der die Formel des Kokain bestimmte. Im Jahre 1862 begann die Pharmafirmer Merck mit der industriellen Produktion des Cocainum hydrochloricum. Von nun an war der "Siegeszug" des Kokain in der westlichen Welt nicht mehr aufzuhalten, denn das Allzweckmittel Kokain war nun auf einfache Weise konsummierbar und erfüllte den Wunsch der damaligen (wie auch heutigen) Gesellschaft nach längerdauernder und intensiverer Tagesaktivität in Verbindung mit einem Gefühl des Wohlbefindens; und das alles durch einmalige Einnahme einer winzigen Menge weißen Pulvers.

Sehen wir uns im Schnelldurchlauf einmal die wesentlichen Eckpunkte des Kokaingebrauches nach dessen Einführung als industriell hergestellte Droge an. Wie immer in der Geschichte vorher, fiel dem Militär die Wirkung des Kokain (Schmerzstillend, Wundheilend, Aufputschend) auf, was sich sogleich in einem Manöver eines Bayerischen Armeekorps bewähren sollte, und scheinbar im Jahre 1883 auch hat. Weiterhin fällt Dr. Sigmund Freud auf, der im Jahre 1884 von der Pharmafirma Ernst Merck für 1,27 Dollar ein Gramm Kokain erstand, um dies dann einigen Selbstversuchen an sich selbst zuzuführen, die im Übrigen als Ergebnis den recht euphorischen Bericht "Ueber Coca" in schriftlicher Form hinterließen. Im selben Jahre, nur ein paar Zimmer weiter im selben Krankenhaus, dem Wiener Allgemeinen Krankenhaus, wurde dann die erste wirklich wichtige Entdeckung am Kokain getätigt, dies geschah durch einen Ophtalmologen (hört sich gebildeter an als das Wort "Augenarzt") namens Dr. Carl Koller, der die Tatsache, daß Kokain die Zungenspitze stark betäubt, wenn man es dort drauf tut, mit den richtigen Augen sah. Er bewies mit diversen Experimenten, daß Kokain ein hervorragendes Lokalanästhetikum für Schleimhäute ist. Dies war das erste Lokalanästhetikum, und somit ein Meilenstein in der Medizin, denn vorher mußte immer unter Vollnarkose operiert werden, was damals noch lebensgefährlich war (ist es heute auch noch, aber das will keiner so gerne zugeben). Wenig später jedoch mehrten sich die Stimmen, die da meinten, daß Kokain doch süchtig macht und sowiso eine weitere Geißel der Menschheit darstellt. So wetterten Louis Lewin und Albert Erlenmeyer (ja, der mit den Kolben) im Jahre 1887 in den schlimmsten Tönen gegen die anfängliche Euphorie des Sigmund Freud, der im übrigen später ebenfalls einsah, daß Kokain eben nicht das Allheilmittel ist, sondern seine Fähigkeiten teuer erkauft werden, nämlich mit einer Sucht, die allerdings anders als beim Alkohol nicht physischer sondern psychischer Natur ist.

Doch schauen wir uns die ökonomischen Aspekte des noch legalen Kokaines an, das noch Anfang des 20ten Jahrhundert frei erhältlich war. Den größten Erfolg hatte bei der Vermarktung des Kokain ein gewisser Angelo Mariani, der 1863 einen mit Kokain versetzten Wein auf den Markt brachte. Dieser Wein wurde als Allheilmittel verkauft und erfreute sich schon kurze Zeit nach der Markteinführung einer riesigen und vor allem finanzkräftigen Klientel, sogar der Papst Leo XIII und Queen Victoria haben sich mit dem Zeug erfrischt und dem Hersteller heiße Dankesbriefe geschrieben, die der dann auch veröffentlichte und somit weitere Werbung kostenfrei erhielt. Doch außer dem Wein names "vin Mariani a la Coca du Perou" gab es noch tausende Patientenheilmittel, die mit Kokain versetzt waren und für die verschiedensten Zwecke empfolen wurden. Doch dieser Wein war eigentlich nichts im Vergleich mit der Popularität, der sich ein Getränk erfreuen sollte, welches nur aus der Not einer Alkoholprohibition in den USA heraus entstand. Im Jahre 1886 brachte ein Apotheker namens John Styth Pemperton einen Kanister mit Sirup an eine der Mineralwasserbars in Atlanta, das zu dem Zeitpunkt schon trockengelegt war. Der Sirup war eine Mixtur, die eigentlich gegen Kopfschmerzen helfen sollte und aus Zuckerrübensirup, Kokain und einem Kolanußextrakt sowie einigen Ätherischen Ölen, die der Geschmacksvielfalt des Getränkes rechnung tragen sollten. Der Name dafür stand zwar noch nicht fest, soch später wurde es dann "Coca-Cola" genannt, wegen der Inhaltsstoffe Kokain und Kolanuß (leztere wurde zur Behandlung von Kopfschmerzen allgemein genutzt und ihr wurde nachgesagt eine Abneigung gegen Alkohol zu erzeugen). Der Sirup mußte nur mit Wasser vermischt werden und war dann trinkfertig. Wenig später wurde durch einen Zufall mal Sodawasser zur Mischung verwendet, was zur Folge hatte, daß fortan nur noch mit Sodawasser gemischt wurde. Pemperton mußte sein Patent auf Coca-Cola wegen finanzieller Engpässe verkaufen, das Getränk jedoch erfreute sich weiter ständig wachsender Beliebtheit. Kokain erfreute sich zu der Zeit (um 1900 bis 1915) als Droge und Alkoholersatzstoff ebenfalls steigender Beliebtheit. Viele "Abstinenzler" machten es sich zur Gewohnheit einfach etwas Kokain zusaätzlich in ihren schäumenden Trank zu schütten, es war ja nicht teuer ($ 2,50 die Unze). Gleichzeitig jedoch wurde die Regenbogenpresse auf das Kokain aufmerksam und machte mit einer wahren Flut von Horrorstorys gute Umsätze. Hier wurden dann auch die Ängste der Menschen bis zum Abwinken ausgenutzt, was sich in der meißt von schwarzen Übeltätern mit, durch Kokain bewirkten, übermenschlichen Kräften äußerte. Tja, das wars denn wohl, von nun an konnte die Hetzjagt auf das Kokain losgehen.

Allen voran machte sich die amerikanische Ärzteschaft an die Arbeit, die sich durch die vielen tausend Patentheilmittel, welche zu allem Überfluß auch noch frei verkäuflich waren, in ihrem Monopolanspruch die Medikamention und Heilung von Menschen betreffend, erheblich eingeschränkt sah. In den meißten Bundesstaaten setzte man also ein Gesetz durch, welches den Patentheilmittelherstellern vorschrieb, sämtliche Inhaltsstoffe der Mittelchen auf der Verpackung mit anzugeben, wenig später wurden Kokainhaltige Mittel unter eine Rezeptpflicht gestellt, und der freie Verkauf bzw. die Nutzung der Droge außerhalb des medizinischen Bereiches verboten, dies geschah im Jahre 1904 mit dem Pure Food and Drug Act. Damit wars also auch mit dem französischen Kokawein vorbei, der von nun an eben ohne Kokain geliefert wurde, jedoch dementsprechend weniger Wirkung zeigte. Doch dieser Act war eben nur lokal in einzelnen Bundesländern gültig, was sich mit dem Harrison Act änderte, welcher das erste Antidrogengesetzt auf Bundesebene in den USA war. Von nun an war der Gebrauch von Kokain außerhalb medizinischer Bereiche streng verboten, was das Kokain zu einer beliebten Droge unter den Reichen des Landes machte. Auch andere Bereiche wurden von nun an mit Kokain in Verbindung gebracht, in der US-Armee wurde es noch vor Ausbruch des ersten Weltkrieges recht excessiv geschnupft. Während des Krieges dann herrschte ein recht reger Kokaingenuss innerhalb des Militärs, was geduldet wurde, da es ja den Kampfesgeist nicht schwächte, sondern eher Linderung und Wachheit erzeugte. Dieser recht regelmäßige Genuß von Kokain erzeugte bei den Soldaten dann auch eine Sucht, die man in den jeweils eingenommenen Ortschaften durch Plünderung der Apotheken zu befriedigen suchte, und dies auch schaffte. Nach dem Kriege dann wurden die ehemaligen Soldaten zu Kokainhändlern, die selbst abhängig waren. In den Großstädten wurde Kokain indes unter den Intellektuellen und wohlhabenden zur Mode, was sich auch in den Zeitungberichten der New York Times niederschlug, die davon zu berichten wußte, daß man sich in der deutschen Hauptstadt nach dem Theaterbesuch den Schnee wie Zigaretten anbot. Doch auch dieses Verbot hette sein gutes für einige. So koksten diverse Intellektuelle einfach nur um dem Dienst in der Armee zu entgehen (z:b: Johannes R. Becher späterer DDR-Kulturminister).

Ein weitläufiges Comeback nach einer starken Abnahme des Kokaingebrauchs durch die Weltwirtschaftskriese und recht effiziente Strafverfolgungsmethoden der Polizei gepaart mit harten Strafen und Gesetzen (Opiumgesetz in Deutschland vom 1.1.1930) sowie neuen Präparaten der chemischen Industrie (Amphetamine) hatte Kokain nach der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts, so um 1970. Im Jahre 1969 wurde im Film "Easy Rider" eine Szene dargestellt, in der die beiden Haupthelden des Filmes sich einen Motorradtrip durch das vertickern einer größeren Menge Kokain finanzieren. Kokain mauserte sich zu einer Droge der Rockmusik und ihrer Musiker, die ein Aufputschmittel für ihre Shows wirklich gebrauchen konnten. Manche weigerten sich sogar auf die Bühne zu gehen, wenn die Koksversorgung nicht stimmte. Auch in Liedern wurde der Stoff besungen und alles in allem wurde Kokain wieder gesellschaftsfähig, wenn auch der Besitz und Handel mit immer drastischeren Strafen geahndet wurde. Im Jahre 1981 wurde z.B. das BtMG erweitert, und sieht nun in besonders schweren Fällen für den Besitz und den Handel bis zu 15 Jahre Haft vor. Doch weils schick ist, wird natürlich auch mit Kokain (eigentlich mit der Zulieferindustrie) Geld gemacht, die Headshops und einschlägigen Zeitschriften werben nun auch mit Schnupflöffelchen, Kitsch und Koksmühlen (machen das Zerkleinern einfacher) geworben. In den 80er Jahren dann ist Kokain endgültig zu einer schicken Droge geworden, die sich in fast jedem industrieland steigender Beliebtheit erfreut, jedoch mit zunehmender Nachfrage immer unreiner wird, es wird gestreckt bis zum Gehtnichtmehr, ein Käufer findet sich immer.

Jetzt aber wird es Zeit für die ersten spektakulären Erfolge der Poliztei und Moral in Hinblick auf die Kokaindealerjagt. Im Jahre 1979 wurde zu nächtlicher Stunde aus dem Schlaf heraus der israelische Sänger und Produzent Abi Ofarim von der Kripo in München verhaftet und später zu 1 Jahr Knast und 3 Jahren Bewährung sowie einer Spende von 5000 DM Bußgeld an ein SOS-Kinderdorf verurteilt. Im Gefängnis dann schrieb er noch schnell den Song "much too much". Im Jahre 1982 dann gibt es ein erstes prominentes Opfer des Kokain (Überdosis mit Barbituraten gemischt), den Filmregisseur Reiner Werner Fassbinder, der gegen Ende seiner "Drogenkarriere" sieben bis acht Gramm pro Tag verbrauchte, was dazu führte, daß drei seiner Assistenten ausschließlich damit beschäftigt waren Stoff für den Nimmersatt zu beschaffen. Langsam dringt jedoch in das Bewustsein der Gesellschaft die Erkenntnis, daß Kokain süchtig macht, und eine der sehr heimtückischen Drogen ist, da sie anfangs nur selten genutzt keinerlei Sucht erzeugt, man selbst jedoch nicht mehr in der Lage ist sich selbst einzugestehen, daß man langsam in eine Sucht gleitet und die Kontrolle über die Droge verliert. Doch die Form und die Anlässe zum Konsum ändern sich mit der Zeit, man nimmt Kokain mittlerweile nur noch um bestimmte Effekte zu erzielen, um sich fit zu machen für den Alltag, oder um bestimmte Ziele zu erreichen. Kokain wird zu einer bewust eingesetzten Aufputschenden Substanz, fast wie vor 100 Jahren, nur der Preis ist hundert bis zweihundert mal höher als damals, und die Qualität des Stoffes ist miserabel (im Vergleich).

Wo jedoch solche Gewinne zu erzielen sind, da wird sich die Kriminalität nicht lange fernhalten. Eher im Gegenteil, die größten Gewinne, die mit irgend einer Substanz oder einem Geschäft zu erzielen sind, das sind Gewinne aus Drogengeschäften. In Kolumbien, welches zu den ärmsten Ländern der Erde gehört, macht der, auch dort illegale, Export von Kokainprodukten drei Viertel der Gesamtexporterlöse aus. DIe wohl bekanntesten Vertreter der Kriminalität sind dann wohl auch die Kokainbarone von Medellin. Einer der sehr bekannten unter ihnen ist Pablo Escobar, der jeden Monat ca. 100.000 Dollar Schmiergelder verteilt. Die Milliarden des Medellinkartells jedoch haben den Staat Kolumbien unterhölt. Sie stecken in Banken, Hotels, ja sogar in einem der Fernsehsender des Staates. Erreicht wurde das alels durch eine straffe Organisation des kriminellen Geschäftes und ein gut ausgebautes Handelsnetz, welches Eingriffe mit äußerster Brutalität zu beantworten weiß. Durch den Zusammenschluß aller Kolumbianischen Drogenbarone wurde ein Imperium geschaffen, welches nahezu wie ein multinationealer Konzern arbeitete, als Vertriebs- und Transportunternehmen für Kokain auftrat und sogar Transprotversicherungen auf die Ware (die man dem Kartell zum Export und Vertrieb überließ) anbot. Diesem Kartell war dann auch die größte jemals gebaute illegale Kokainfabrik zuzurechnen. Diese Fabrik, welche ca. 1/2 Jahr arbeitete und dabi wöchentlich 2 Tonnen Kokain abgab. Sie wurde von einem amerikanischen Sattelliten entdeckt und von der kolumbianischen Polizei gestürmt und vernichtet. Auslöser der Ratia war der Kolumbianische Justizminister, der allen korrupten und kriminellen Elementen in seinem Staate den Krieg erklährt hatte. Er wurde sieben Wochen nach der Ratia in seinem Dienstwagen von zwei Personen auf nem Motorrad mit Maschinenpistolen erschossen. Doch die Razzia hatte auch ihre Kehrseite für die Koksbaron, Ochoa und Escobar, die Immigrieren mußten, am 4. Mai 1984 trafen sie sich dann mit einem ehemaligen Präsidenten Kolumbiens um den Vorschlag zu unterbreiten, daß man unter der Bedingung der völligen Straffreiheit und der Revidierung des Auslieferungsabkommens mit den USA zurückkommen würde und das gesammte Geld der beiden Familien mitbrächte. Dies hätte eine völlige Abzahlung der Auslandsschulden Kolumbiens zur Folge gehabt. Dummerweise kam dieses Abkommen der Kolumbianischen Presse in die Finger, und somit der entrüsteten Bevölkerung zu Gesicht. Aus dem Abkommen wurde nix. Später dann im Jahre 19889 hat der Kolumbianische Präsident, nach Ermordung diverser Politiker, den Ausnahmezustand verhängt und eine Härtere Ganart gegen die Drogenbosse angekündigt, was zu Morddrohungen gegen die Justizministerin führte, deren darauf eingereichtes Rücktrittsgesuch abgelehnt wurde. Alles in allem brach in dem Jahr ein Drogenkrieg aus.


Zum Verteiler für diese Droge Wie uns die Geschichte des Kokain eindrucksvoll zeigt, wird durch jede absolute Prohibition dem Verbrechen Tür und Tor geöffnet. Dies gilt in besonderem Maße für Substanzen, die durch ihr Suchtpotential sehr hohe Gewinne erwarten lassen. Zur nächsten Infoseite über diese Droge

ENDE



harko