Berichte über Erfahungen mit LSD



Quelle: Informationsreihe Drogen "LSD"
Fido-Net: drogen.ger
B.M. Schuldes: "Psychoaktive Pflanzen"

Wie alle Dokumente dieser Veröffentlichung soll auch dieses und die zugehörigen Dokumente nicht zu einer strafbaren Handlung oder einer mißbräuchlichen Verwendung irgendwelcher Substanzen aufrufen oder verleiten. Es soll lediglich Informationen bereitstellen, die gewöhnlicherweise in solcher Zusammenstellung nur schwer zugänglich sind. Die Nutzung dieser Informationen liegt außerhalb des Einflußbereiches des Autors der Webseiten.
Im folgenden werden auch Erlebnisberichte zu natürlich vorkommenden Lysergsäureamiden geschildert, sie sind dem LSD sehr ähnlich, da LSD-25 aus diesen Alkaloiden gewonnen wird.


Beginnen wir mit dem ersten LSD-Trip, den überhaupt jemals ein Mensch antrat, die Rede ist von Albert Hofmann, der das LSD erfand und am 16.April 1943 zufällig auf die Reise geschickt wurde.


Beim Rekristallisieren von d-Lysergsäure-Tetradiäthylamid, das ich über Lysergsäure-Hydrazid und Acid aus natürlicher Lysergsäure und Diäthylamin gewonnen hatte, wurde ich plötzlich merkwürdig berauscht. Die Außenwelt verwandelte sich wie in einem Traum. Die Gegenstände erschienen immer reliefartiger, sie nahmen ungewöhnliche Ausmaße an; und die Farben wurden leuchtender. Sogar die Selbstwahrnehmung und das Zeitgefühl waren verändert. Blieben die Augen geschlossen, so kam ein ununterbrochener Strohm phantastischer Bilder von außerordentlicher Plastizität und Lebendigkeit über mich, die von einem intensiven, kaleidoskopartigen Farbenspiel begleitet waren. Nach zwei Stunden etwa verschwand die nicht unangenehme Berauschtheit, welche ich erlebt hatte, während ich bei vollem Bewußtsein war.


Fünf Tage Später ging Albert Hofmann erneut auf die Reise, diemal gewollt. Doch im Gegensatz zum ersten Mal war es diesmal kein zufällig auf die Hand gefallener Tropfen, der ihn berauschte, sondern eine oral eingenommene Dosis, die sich als zu hoch herausstellte. Es war dies die erste Überdosierung von LSD.

Ich bat meinen Laborassistenten mich Heim zu begleiten, weil ich glaubte, ich würde mich im selben Zustand befinden wie am vergangenen Freitag. Während wir noch mit dem Rad nach Hause fuhren, wurde deutlich, daß die Symptome ausgeprägter auftraten als beim erstenmal. Ich hatte große schwierigkeiten zusammenhängend zu reden, mein Gesichtsfeld schwebte vor meinen Augen und die Gegenstände erschienen Verzerrt, wie Bilder in einem Hohlspiegel. Ich hatte das Gefühl der Unfähigkeit mich von der Stelle zu bewegen, obwohl mein Assitent mir später erzählte, wir wären recht stramm geradelt.

  • Zu Hause angekommen sah die Welt für ihn dann folgendermaßen aus.

    Die Gesichter der Anwesenden erschienen wie grotesk gefärbte Masken; starke emotionale Bewegtheit wechselte sich mit Parese ab; Kopf, Rumpf und Extremitäten bisweilen kalt und taub; ein metallischer Geschmack auf der Zunge; Kehle trocken wie zusammengeschnürt; Erstickungsgefühl; Konfusion im Wechsel mit klahrer Einschätzung der Lage. Ich verlohr jede Zeitkontrolle; Zeit und Raum gerieten immer mehr durcheuinander, und ich wurde von der Angst übermannt, verrückt zu werden. Das schlimmste daran war, daß ich meinen Zustand deutlich wahrnahm, doch unfähig war, dem Einhalt zu gebieten. Gelegentlich fühlte ich mich, als befände ich mich außerhalb meines Körpers. Ich glaubte, ich währe gestorben. Mein "Ich" hing irgendwo im Raum in der Schwebe und ich sah meinen Leib tot auf dem Sofa liegen. Ich beobachtete und registrierte deutlich, wie sich mein "alter ego" klagend im Raum umherbewegte.

  • Nach dem Höhepunkt kam ein Arzt, der außer einem etwas schwachen Puls nix feststellen konnte. Sechs Stunden nach Beginn des Trips besserte sich sein psychischer Zustand wieder ein wenig.

    Die Wahrnehmungsveränderungen waren immer noch präsent. Alles schien sich wellenartig zu bewegen und die Proportionn waren verzerrt wie Reflektionen auf einer gekräuselten Wasseroberfläche. Alles nahm einen unerquicklichen, vornehmlich giftgrünen und blauen Farbton an. Bei geschlossenen Augen überkahmen mich vielfältige, sich ständig umgestaltende, fantastische Bilddarstellungen. Besonders erwähnenswert war die Tatsache, daß die Klänge in visuelle Empfindungen umgesetzt wurden, sodaß jeder Laut oder jedes Geräusch ein vergleichbares farbiges Bild hervorrief, welches sich kaleidoskopartig in Form und Farbe veränderte.


    Ein etwas lebensnäheres, weil in heutiger Zeit, und mit dem Willen einen Selbstversuch zu starten, getätigtes Experiment soll im folgenden wiedergegeben werden. Es handelt sich um eine Zuschrift aus dem FIDO-Netz, FeF bedeutet hier einfach Freund eines Freundes, also ein sehr entfernter Bekannter.

    Meine FeFs und dessen Freunde wollten LSD probieren, weil sie schon mal etwas darüber gehört haben als sie 12 waren; zwei ältere Schüler hatten sich etwas darüber erzählt. Naja, 6 Jahre später, als sie sich reif fühlten, holten sie sich Infos darüber ein (leider damals noch FIDO los), hatten aber trotzdem nicht die beste Ahnung. Doch sie wollten ein gutes Setting haben, sind in das nahe gelegene Bad Tölz gefahren, wo es Berge, und eine schöne Aussicht gibt. Laut FeF das beste Setting, das er sich vorstellen konnte.
    Angekommen, hat jeder der FeFs ca 1/2 Ticket der Marke Silver Surver probiert. Sie sind dann mit Decken, etwas zu trinken und mit Musik (sehr wichtig!), die ihnen gefiel auf eine Wiese am Berg gegangen. Dort haben sie sich ein schönes Plätzchen rasugesucht, Sich ein Lager gemacht und haben ruhige Musik eingeschaltet bei der sich was gedacht wurde. Es passierte noch nichts. Es waren 4 FeFs dabei, zwei sind geblieben, mein FeF mit noch einem sind den Berg ein Stückchen hochgegangen und haben sich hingesetzt. Dann haben sie angefangen sich zu unterhalten. Sie haben über die prächtige Landschaft geredet, so in etwa: "das ist mein Land... ". Jedenfalls sind die beiden FeFs nach 'ner Zeit dann auf die Umweltzerstörung gekommen. Sie sahen den Berg, und konnten sich genau vorstellen was daraus mal wird, sie haben Hotels Touristen und Zubringerstraßen gesehen. Es waren keine Halus, meinte mein FeF, sie konnten es sich nur sehr gut und deutlich vorstellen. So w„hrend des Gespräches hat mein FeF den anderen FeF enttäuscht gefragt: "Merkst du schon was?", er meinte nein, da das Gefühl für die beiden unbekannt war. Danach ging die Unterhaltung dann etwas lustiger weiter, die FeFs haben so stark gelacht, das ihnen fast die Tränen kamen (nicht übertrieben, mein FeF hat es bei 'nem späteren Trip dann sogar noch zu den Tränen gebracht.). Naja, dann hatten sie lange genug die Landschaft angeschaut, sind den Berg wieder zu den anderen FeFs herunter gegangen. Die hatten ähnlich Gefühle.
    Schön langsam wurde ihnen dann bewußt, das es von der Droge kam. Jetzt haben sie sich etwas Musik angehört. Die FeFs hatten die Musik plastisch vor sich, auch verstanden sie was der Künstler sich dabei gedacht hat. Sie spürten die Musik, sie sahen sie (in Gedanken, eben ein streng gedankliches Bild), sie schmeckten sie schon fast. Der FeF hat erzählt, er hätte die Musik gelebt, aber war eigentlich nicht ganz fähig mir dieses Gefühl zu beschreiben, er meinte es ist unbeschreiblich, man muß es mal ausprobieren (aber wo Drogen ja nun mal schlecht sind mache ich das natürlich nicht und es sollte keiner machen). Sie haben sich alle darüber unterhalten. Mein feF hat gemeint, obwohl sie sich meistens sehr schwammig ausdrückten, oder mal das falsche Wort benutzten, haben die anderen alles verstanden, bzw. es ist ihnen gar nicht aufgefallen, daß sie etwas falsches gesagt haben. Nachdem mein FeF meinte, daß auch schöne Wolken am Himmel wären, haben sie sich diese angeschaut, und immer neue Sachen gesehen, die dann eigentlich jeder von ihnen auch gesehen hat. Er meinte es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Er meinte sie sind dabei auch mit der Umwelt verschmolzen und haben sie verstanden. Mein FeF wurde seitdem viel Umweltbewußter. So ging es bis zum Abend weiter. Dann wurde das Wetter schlechter. Sprich er meinte es regnete und blitzte. Dies gab nochmal einen ganz anderen 'Film' für meine FeFs. Mein FeF hat erzählt es kam die Stimmung auf, das der Tag zu Ende geht und auch der Trip. Die haben sich das phantasische Naturschauspiel einige Zeit noch angeschaut und waren über die Kraft der Natur verwundert.
    Danach setzen sie sich ins Auto und fuhren Heim (ca. 100 km). Das hat mein FeF das erste und letzte mal gemacht. Er meinte das war dumm, weil einen so 'ne Menge ablenkt, und er sich nicht richtig auf den Verkehr konzentrieren konnte. Er ist eben mit 65 heimgefahren. Mein FeF meint, er sei noch immer drauf gewesen, als er dann zu Hause war. Er hat sich ins Bett gelegt und war noch bis 3 Uhr wach, dachte über alles mögliche nach. Ihm wurde einiges klahr, hat er gemeint, auch die Gesellschaftsstruktur, die er seitdem ablehnt. Er ist auch aktiver geworden. Er versucht Müll zu vermeiden, redet auch andere Leute an, wenn sie etwas auf den Boden schmeißen. Er hat auch Interesse in Themen bekommen, die in Richtung Philosophie gehen.


    Nun noch zwei Berichte, die ich nur in Auszügen wiedergebe, da ich keine Probleme wegen Copyright haben möchte ("psychoaktive Pflanzen")

    Baby Hawaiian Wood Rose(Argyreia nervosa)

    Der Erzähler des Berichtes versammelte 10 Samen der Pflanze in einer kleinen Plastiktüte, zerschlug sie zu kleinen Krümeln vermittels eines Hammers, gab diese in eine Kaffeetasse und goß heißes nicht mehr kochendes Wasser darüber (je heißer, desto mehr Lysergsäureamid wird zersetzt) und ließ das ganze ca. 10 Minuten ziehen. Danach trank er den Tee mitsammt Samenmaterial. Ca. eine Stunde später setzten dann deutliche Effekte ein: Die Nebenwirkungen der Samen, also eine gewisse Übelkeit war auszumachen, die zwar recht stark war, jedoch nicht zum Erbrechen führte. Es traten Farbhalluzinatioenen auf, die er auf 'ner Parkbank, die Lichtreflexionen auf dem Fluß betrachtend, als sehr angenehm bezeichnete, auch wenn sie nicht so intensiv wie unter LSD ausfielen. Der User fühlte sich auch etwas tapsig, was unter LSD nicht in so starkem Maße auftrat, jedoch versagte die Motorik nicht völlig. Zu Hause bei ihm angekommen wurden dann andere Effekte stärker, dies waren ins Extrem gesteigerte assoziative Gedankenüberflutungen, die jedoch nicht aus der Bahn zu geraten schienen. "Wenn ich den Abend rückwirkend betrachte, dann hab ich da soviel nachgedacht, wie sonst in einer Woche". Trotz starker Müdigkeit war an ein Einschlafen ca. 4 Stunden nach Einsetzen der Wirkung nicht zu denken. Ein gewisser Trancezustand hielt sich bei diesem User noch über 2 Tage hinweg, was auch aus der Tatsache resultieren kann, daß bei der Kurzzeitigen Übelkeit am Anfang des Trips kein Erbrechen erfolgte, somit die Samen bis zu ihrer Ausscheidung noch den Rest der Wirkstoffe abgeben konnten.

    Nun noch mal ne Kleine Zusammenfassung des Trips und der Begleitumstände
  • Menge: 10 keingebröselte Samen als Tee
  • Tripdauer: 3 Stunden bis Peak, effektive Dauer wegen Unterbrechung durch Schlaf unbekannt, doch Trance über mehrere Tage.
  • Denkmuster: Starke veränderung, beschleunigtes Denken, ähnlich mit höherdosiertem LSD. Veränderung der Assoziationen auf äußere Reize.
  • Halluzinationen: Vergleichbar mit niedrigdosiertem LSD, nicht so specktakulär, Projektion von Reizen auf mehrere Sinnesorgane deutlich feststellbar.
  • Nebenwirkungen: 1-3 Stunden nach Einnahme Unwohlsein mit leichtem Brechreiz, war aber aushaltbar, leichte motorische Störungen.

  • Zum Verteiler für diese Droge Soweit einige Erlebnisberichte, sie zeigen daß die Wirkung von LSD auf jeden Menschen unterschiedlich ist. Zur nächsten Infoseite über diese Droge


    ENDE



    harko