Meskalin in Religion und Medizin


Quelle: Informationsreihe Drogen #3 "Meskalin, Peyote ..."


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Meskalin ist ein Alkaloid, welches recht schlecht vom menschlichen Körper vertragen wird, was jedoch nicht als Giftwirkung interpretiert werden kann. Dies führt dazu, daß unangenehme Begleiterscheinungen bei einem Makslinerlebnis auftreten können. Einzelne Reaktionen des Körpers sind in folgender Tabelle aufgeführt, stellen jedoch sich nicht eine vollständige Liste der Nebenwirkungen dar.

Durch radioaktive Markierung von Meskalinmolekülen mit Kohlenstoff konnte nachgewiesen werden, daß nur ca. 2% des Meskalin die Blut-Gehir-Barriere (eine Art selbstschutz des Körpers, der das massenhaft Eindringen von Giften ins Hirn verhindert) zu durchdringen vermag. Der überwiegende Teil wandert direkt in die Leber, wird dort kurz gelagert und dann durch die Nieren wieder ausgeschieden.

Durch die Tatsache, daß Meskalin in der Leber angelagert wird, wenn auch nur kurz, könnte die Annahme naheliegen, daß es dort zu Schädigungen führt. Dies wurde anläßlich eines Experimentes an Alkoholikern, bei denen man einen Entzugsversuch mit Meskalin durchführte, in den fünfziger Jahren wiederlegt. Obwohl die meißten dieser Patienten starke Leberschäden aufwiesen, verschlechterte sich deren Leberzustand nicht.


Der medizinische Gebrauch des Peyote, also mithin des Meskalins geht recht weit zurück, wird aber noch heut e bei den Bevölkerungsgruppen in den USA sehr geschätzt, die Peyote aus religiösen Gründen nutzen dürfen.
Die Liste der Krankheiten, auf die Peyote lindernd bzw. Heilungsfördernd und - unterstützend wirken soll ist nicht grad kurz. Es wird z.B gegen Kopfschmerzen, Wundpflege, bei der Geburt, bei Ohrenschmerzen und eigentlich alles andere bis hin zu Krebs. Für die den Peyote nutzenden Indianerstämme ist die Droge Mittel zur Anbetung ihrer Götter und zur Gesunderhaltung gleichermaßen. Berichte über Heilungen durch Peyote sind viele vorhanden, die teilweise auch recht specktakulär sind, doch in der westlichen Welt nicht sehr viel Beachtung finden, da sie meißt von Medizinmännern der betreffenden Indianerstämme kommen. Ander dagegen die Berichte, von Reservatsärzten, die sich oft mit dem erschreckend desolaten Gesundheitszustand ihrer Patienten herumschlagen müssen. Solchen Ärzte machen oft die Erfahrung, daß Indios, welche regelmäßig (ob aus Religiösen Gründen oder aus überlieferter Gewohnheit) Peyote zu sich nehmen, einen erstaunlich vitalen Gesundheitszustand haben. Durch diese Berichte ermutigt testeten auch westliche Mediziner die angebliche "Wunderdroge" an ihren Patienten, die in einem erstaunlich hohen Prozentsatz Besserung ihrer Leiden erfuhren.
Ein Beispiel ist da ein 55 jähriger Patient, welcher unter chronischer Bronchitis litt, welche ihn stark in Mitleidenschaft zog. Nach dem Genuß von Peyote, welches er in regelmäßigen Abständen zu sich nahm, linderte sich die Krankheit so weit, daß er nachts wieder, ohne den Drang des Abhustens zu verspühren, durchschlafen konnte, was seit zwei Jahren nicht möglich gewesen war. Er berichtete, daß er, obwohl er nur alle paar Tage ein Stück bräuchte, immer ein kleines Stück Peyote bei sich trug, da ihn dessen Genuß, selbst in kleinsten Mengen, nahezu sofort von einem, des öfteren auftretenden quälenden, Hustenreiz zu befreien in der Lage war.


In unserem Kulturkreise wird oft die medizinische Wirkung der Droge Meskain von der psychischen Wirkung getrennt untersucht und betrachtet. Dies jedoch stellt eigentlich eine Einschränkung der Macht des Peyote dar, da ein Großteil der durch Peyote heilbaren Krankheiten psychischer Natur ist (Neurodermitis, Alkoholismus (die psychische Seite), Depressionen, ...). Es ist somit auch nicht weiter verwunderlich, daß Peyote bei den selben Krankheitsbildern getestet wurde, wie LSD-25.
Um jedoch die erwiesenermaßen physischen Aspekte einmal zu beleuchten sei erwähnt, daß ein Alkaloid des Peyote, das Peyocactin, antibiotisch wirkt. Diese Wirkung ist mit der eines Breitspektrumantibiotikums zu vergleichen, da es bei mindestens 18 Arten Staphylococcus aureus Entwicklungshemmend ist, welches seinerseits gegen Penicillin Resistenz aufweist. Deiser Umstand könnte die Wirksamkeit in der Wundbehandlung erklähren. Auch Krankheiten der Augen (Seekraft) scheinen durch Peyote zumindest eine Linderung zu erfahren, so wird in sehr vielen Berichten eine Wiedererlangung des Augenlichtes erwähnt, und auch Selbstversuche von Europäern haben meßbare Ergebnisse hin zu einer Besserung gezeigt.


Abschließend soll noch erwähnt werden, daß ein Meskalinrausch vom User in der Mehrzahl der Fälle nicht von einem LSD-Rausch unterschieden werden kann. Der tatsächlich vorhandene Unterschied läßt sich jedoch an Spinnen nachweisen, denen einerseits LSD-25 angereicherte Insekten, andererseit Meskalinhalige Insekten verabreicht wurden. Die Form des danach hergestellten Netzes der Spinnen war von einem deutlichen Unterschied geprägt. Das "LSD-Netz" war größer, feinmaschiger und gleichmäßiger als das Netz nach der Verabreichung von Meskalin, wobei das letztgenannte nur wenig mehr Makel aufwies als ein Netz welches ohne die Wirkung einer Droge gesponenn wurde.


Zum Verteiler für diese Droge Irgendwie schade, daß Forschungen an dieser Substanz nicht mehr stattfinden. Zur nächsten Infoseite über diese Droge


ENDE



harko