Beschreibungen von Meskalintrips


Quelle: Louis Lewin: "Phantastica"
Informationsreihe Drogen #3: "Meskalin, Peyote ..."
FIDO - Net


Wie alle Dokumente dieser Veröffentlichung soll auch dieses und die zugehörigen Dokumente nicht zu einer strafbaren Handlung oder einer mißbräuchlichen Verwendung irgendwelcher Substanzen aufrufen oder verleiten. Es soll lediglich Informationen bereitstellen, die gewöhnlicherweise in solcher Zusammenstellung nur schwer zugänglich sind. Die Nutzung dieser Informationen liegt außerhalb des Einflußbereiches des Autors der Webseiten.


Da sowohl Meskalin als auch Psilocybin durch die Erlebnisse, welche sich auf einem Trip einstellen, nur sehr schlecht von LSD zu unterscheiden sind, gilt hier das selbe wie bei LSD-25. Es gibt nicht den Meskalintrip, sondern nur Gemeinsamkeiten, die jeder Trip mit jedem anderen hat. Die Gefühlsstimmungen und Gedankeninhalte während des Trips sind stark von der Persönlichkeit, dem momentanen Gefühlszustand des Users und natürlich von seiner momentanen Umgebung abhängig. Dementsprechend können also die folgenden Beschreibungen nur Darstellungen sein, die ganz spezielle und nicht wiederholbare Trips darstellen.


Lewin gab die Schilderung eines Arztes wieder, der sich unter den Einfluß von Meskalin als Substanz begab.
"... Ich kam in ganz eigenartige Raumverhältnisse. Ich sah an mir herunter, sah auch noch das Sofa, auf dem ich lag. Aber dann kam nichts, ein völlig leerer Raum. Ich war auf einer einsamen Insel im Äther schwebend. Alle meine Körperteile unterlagen keinen Schweregesetzen. Jenseits des Raums, das Zimmer schien enträumlicht, erstanden die phantastischsten Gebilde vor meinen Augen. Ich wurde sehr aufgeregt, schwitzte etwas, frohr dann wieder und mußte unaufhörlich staunen. Endlose Gänge mit prachtvollen spitzigen Bögen, prachtvollen bunten Arabesken, grotesken Verzierungen. Schön , erhaben und hinreißend durch ihre phantastische Pracht. Das wechselte und wogte, baute auf, verfiel, entstand in Variationen wieder, schien bald nur Ebene, bald räumlich dreidimensional, bald in endloser Perspektive im All sich verlierend. Die Sofainsel verschwand, ich empfand mein körperliches Dasein nicht mehr; zunehmendes sich steigerndes Gefühl des Sichauflösens. Eine große Spannung kam über mich. Es mußte sich mir großes enthüllen. Ich würde das Wesen aller Dinge sehen, alle Probleme des Weltgeschehens würden sich enthüllen. Ich war entsinnlicht."
Im weiteren Verlauf erlebte dieser Mediziner noch diverse andere phantastische Halluzinationen, die fast immer in einem Gefühl mündeten, daß eine höhere Einsicht, die Lösung aller Menschheitsprobelme verheißte. Diese Erkenntnis kam dem geplagten Mediziner jedoch nicht, da er immer kurz vor dem Höhepunkt der Einsicht, kurz vorm absoluten Wissen also, aus seinen Halluzinationen gerissen wurde. Zum Schluß stellte er total ausgepowert fest, daß ihn sein Körper an eben jener Einsicht hinderte.


Einer der ersten Weißen,Eine hübsche Visualisierung eines Trips die eine Peyoteerfahrung beschrieben war Havelock Ellis, ein rethorisch recht gut beschiedener Mann:
"Zunächst war da bloß ein vages Licht- und Schattenspiel, das Bilder suggerierte, doch nie ausmahlte. Dann wurden die Bilder deutlicher, doch zu konfus und überladen, als daß sie beschreibbar gewesen wären, es sei denn, zu sagen sie hätten denb Charakter von Kalaidoskop - Gebilden gehabt, symmetrische Gruppierung spitziger Objekte. Dann im Verlauf des Abends traten sie deutlich hervor, blieben aber unbeschreibbar - meißtenteils ein ungeheures Feld goldener Juvelen, die mit roten und grünen Steinen besetzt waren, dauernd im Wandel ...
Die Visionen glichen niemals gewohnten Gegenständen; sie waren äußert klahr umrissen, doch stets neuartig; sie kamen ständig heran und entzogen sich doch ständig dem Zugriff, der Ähnlichkeit mit bekannten Dingen. Ich sah wohl dicke, glanzvolle Felder von Juvelen, die einzeln dalagen oder in Trauben, manchmal blitzten und funkelten sie, ein anderes Mal zeigten sie ein abgemattetes reiches Glühen. Dann wieder mochten sie unter meinem starren Blick in blumenartige Formen überspringen und schienen dann wieder in prachtvolle Schmetterlingskonturen überzuwechseln oder in die endlosen Membrane glitzernder, irisierender, faserfeiner Flügel wundervoller Insekten ...


Da ein Meskalinrausch jedoch nicht nur visuelle Erlebnisse bringt, sondern viel mehr eine Zusammenstellung aus visuellen, audio- und mentalen Komponenten ist, soll auch die Audiokomponente erwähnt werden.
In fast allen Berichten, die sich auf die Entdeckung des Peyote bezogen wird von einer solchen Erfahrung gesprochen. Es taucht im allgemeinen eine Stimme auf, die bei einigen Indianerkulturen dazu führte, daß Peyote als Lehrer bezeichnet wurde. Manche Peyote-Esser beklagten auch, daß sie in der Nähe des Kaktus nicht zu schlafen im stande sind, da es dort ob des Stimmengewirrs zu laut sei.
Dieser synästhetische Effekt (also die Sensibilisierung der fünf Sinne) wird bei Peyote am ehesten deutlich. Geräusche können als visuelle Erfahrungen wahrgenommen werden, das Gehör als solches wird empfindsamer. Ein Freund des eben schon erwähnten Ellis versuchte diesen Effekt gezielt auszunutzen, indem er sich verschiedene Musikstücke unter Peyote anhörte. Er fand heraus, daß es ihm um einiges leichter fiel, das vom Komponisten ausgedrückte zu erfassen und das auch noch viel genauer und schneller als ohne Peyote.


Zum Verteiler für diese Droge Für die User scheint die mystische Koponente des Meskalinrausches
deutlicher hervorzutreten als bei Pilzen oder gar LSD.
Zur nächsten Infoseite über diese Droge


ENDE



harko