Nikotin botanisch betrachtet


Quelle: Dr. Ferdinand Müller - "Das große Kräuterbuch"
"Früchte der Erde" (Urania Verlag)


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Da Nikotin fast ausschließlich aus Tabak gewonnenEine Tabakpflanze, eben ein Nachtschattengewächs wird, will ich hier erst einmal eine Beschreibung der Planze und deren Umweltbedingungen abgeben:

Tabak (also alle Arten der Gattung Nicotianer gehören der Familie der Nachtschattengewächse an. Tabak gehört zu den selbstbefruchtenden Pflanzen, Fremdbestäubung kann jedoch ebenso eintreten (Insekten). Einzelne Sorten des Tabak können eine Höhe von 3m erreichen, nach unten ist keine Grenze gesetzt. Wirtschaftliche Bedeutung hat jedoch fast nur noch der Virginiatabak, der eine Höhe von 3m erreichen kann, meißt nicht oder nur geringfügig verzweigt ist und länglich-elliptische bis lanzettliche, sitzende oder schwach gestielte, ganzrandige Blätter aufweist. Die endständig rispig angeordneten Blüten tragen rosa bis rötliche Blütenblätter. In den Blüten befinden sich 5 Staubblätter und der zweifächrige Fruchtknoten mit zahlreichen Samenanlagen. Eine Klassifizierung der Tabaksorten wird heutzutage fast ausschlielich aus Sicht der Verarbeitungsmöglichkeiten geführt. Das die Tabakpflanze als Unkraut recht anspruchslos ist, wird sie auch fast überall auf der Welt agebaut. Der Tabakanbau wird auf der nördlichen Halbkugel bis zum 60. Breitengrad und auf der südlichen bis zum 45. Breitengrad (Chile, Neuseeland) kommerziell betrieben. Die hauptsächlichen Anbaugebiete liegen jedoch im Äquatorbereich bis zu 40 Grad nördlicher Breite. Die Lufttempertur sollte zwischen 21 und 27 Grad Celsius liegen, es gibt jedoch auch Sorten, die bei durchschnittlich 15 bis 17 Grad noch erfolgreich kultiviert werden. Da Tabak jedoch frostempfindlich ist können durch Frühfröste erhebliche Schäden an den Pflanzen erzeugt werden, was vor allem Qualitätseinbußen zur Folge hat.


Müller schreibt über den Tabak:

Gattung der Familie der Nachschattengewächse; röhrig-glockiger, bleibender, 5 spaltiger Kelch; trichterförmige Blumenkrohne mit gespaltet 5-lappigem Saume; 5 Staubgefäße, kopfige Narbe; vom Kelch bedeckte, 2-4 - fächrige, vielarmige Kapseln.

Arten: Gemeiner Tabak; 1-2m hoher, ästiger Stengel, der wie die ganze Pflanze drüsig weichhaarig ist;sitzende zugespitzte, 18-45 cm lange, rosenrote Blüten. Der Tabak stammt aus Westindien, wird jetzt in allen Ländern kultiviert, blüht vom Juli bis Oktober und ist einjährig.

Der Tabakbau verdient die größte Beachtung unserer Landwirte, weil er einen schönen und sicheren Ertrag abwirft, dem Lande viel Geld erhält, das bis jetzt für Tabak ins Ausland fließt und in vielen gegenden den Weinstock da ersetzen dürfte, wo sich dessen Anbau nicht mehr lohnt.

Außer den angeführten Stammformen haben wir durch die Kultur noch eine Anzahl Abarten erhalten, die teils noch besser sind und bei deren Anbau sich der Landwirt danach richten muß, was die Fabriken und Kaufleute an die er zu verkaufen beabsichtigt, für Sorten wünschen. Sie können am besten aus der Pfalz, wo der Tabakanbau eine hohe Stufe erreicht hat, bezogen werden.


Zum Verteiler für diese Droge Auch Giftpflanzen haben also eine interessante botanischen Seite, auch wenn diese dazu führt, daß der Anbau durch den Menschen in den entsprecheden Monokulturplantage zu extremen Bodenverseuchungen (Nikotin) führt. Zur nächsten Infoseite über diese Droge

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harko