Botanik der Amanitapilze
Quelle: Ronald Rippchen: "Zauberpilze"
Erwin Bauereiß:
"Heimische Pflanzen der Götter"
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zugehörigen Dokumente nicht zu einer strafbaren Handlung oder einer
mißbräuchlichen Verwendung irgendwelcher Substanzen aufrufen
oder verleiten. Es soll lediglich Informationen bereitstellen, die gewöhnlicherweise
in solcher Zusammenstellung nur schwer zugänglich sind. Die Nutzung
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Die Pilze der Amanitagruppe gehören, wie fast alle eßbaren
Pilze auch, zu den Ständerpilzen.
Anders als die psylocybinhaltigen Pilze jedoch werden sie in jedem
Pilzbuch als giftig erwähnt - es ist ja auch schwer sie zu übersehen,
mal abgesehen davon sind sie ja auch eingeschränkt giftig.
Stellen wir jedoch die Pilze im einzelnen mal vor:

- Amanita muscaria - Der Rote Fliegenpilz
- Der Hut hat einen Durchmesser von 3 bis 20 cm, seine Dicke beträgt
3 bis 5 cm. Die Form des Hutes ändert sich mit dem Alter des
Fruchtkörpers, sie variiert von kugelig (im jungen Stadium) über
kegelig (bei mittlerer Reife) bis hin zu einem flachbis hochgewölbten
Schirm im Alter. Die Farbe des Hutes ist tiefrot bis orange solage er
jung ist, spter dann wird sie in fast allen Fällen orange-gelb
(ausblassend). Im Normalfalle werden sich auf der Hutoberfläche weißliche
Warzen variabler größe finden (1 bis 12 mm Durchmesser), die
von ein Rückstand der Schutzhülle des Pilzes (Velum
universale) sind. Diese Rückstände können bei heftigen
Regenfällen auch fortgeschwämmt werden. Die Huthaut (Oberfläche)
ist fest und fleischig und läßt sich abziehen. Oft ist der
Hut bis ca. 6 - 18 mm vom Rand an gerillt.
- Die Lamellen sind weiß mit cremefarbenen Rändern. Sie sind
breit und dicht beisammen frei angebracht.
- Das Fleisch ist weiß und unter der Huthaut gelb, es ist
geruchlos mit einem schwachen Kartoffelgeschmack.
- Der Stiel ist 7 bis 25 cm hoch und hat einen Durchmesser von 1,8 bis
3 cm. Er ist gerade und gleichmäßig dick, außerdem
befindet sich am unteren Ende eine dicke Knolle, die noch Reste der äußeren
Hülle besitzt. Im oberen Drittel der Knolle befindet sich ein Ring,
der aus den Resten des Velum partiale besteht. Die Knolle hat eine weiße
Farbe mit gelben Flecken. Die Oberfläche ist lappig und schuppig,
besonders zur Basis hin, wo Teile des Velum universale in unterbrochenen
Ringen am Stiel hängen. Am Stiel selbst verbleibt im oberen Teil
ein Rest des Velum partiale, der als herabhängende Krause zu sehen
bleibt.
- Der Fliegenpilz kommt von Ende Juli (verkalbter Sommer) bis Anfang
Dezember unter Birken, Buchen, Haselnuß, Kiefer und Lärchen
vor. Seine Hauptaktivitätszeit ist der September. Der Pilz
bevorzugt arme, sandige, saure Böden.
- Amanita pantherina - Der Pantherpilz
- Der Pantherpilz ist dem Fligenpilz in Aussehen ähnlich, kann von
diesem jedoch leicht unterschieden werden. Er ist deutlich
wirkstoffreicher als der Fliegenpilz, jedoch auch gleichzeitig etwas
giftiger, also Vorsicht!
- Der Pantherpilz ist etwas kleiner als der Fliegenpilz, 12 cm
Hutdurchmesser sind schon eine Seltenheit. Der Hut ist im Jungstadium
dunkelbraun mit den vom Fliegenpilz bekannten Flecken (Velum
universale), im Alter wird der Hut dann kaffeebraun. Der hohle Stiel ist
Hautfarben, und nicht wie beim Fliegenpilz, weiß. Die Schuppen
bilden vollständige Ringe um den Stiel, nicht wie beim Fliegenpilz,
wo es unterbrochene Ringe werden.
- Über der kugelförmigen Knolle befinden sich ein bis zwei
niedrige, meißt schräge Ringe.
Sollte jemand auf die Idee kommen wollen, diese Pilze zu züchten,
so sei darauf hingewiesen, daß die wirksamen Bestandteile dem
BtMG unterliegen, und somit schon die Ernte als
Zubereitung gesehen werden kann. Allerdings dürfte eine Zucht nicht nötig
sein, denn wenn man als Naturfreund in den Wald geht um ein wenig frische
Luft zu schnappen, so wird man fast zwangsläufig auf die
entsprechenden Pilze stoßen.
Da Ibotensäure unter
Lufteinfluß (idealerweise in einer heißen Umgebung oder bei
einer längeren Lagerung) zu Muscimol decarboxyliert, kann damit die
Potenz eines Fliegenpilzes erheblich verstärkt werden. Muscimol ist überdies
auch noch besser verträglich als Ibotensäure, was Nebeneffekte
wie Übelkeit und Erbrechen abmildert.
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Hier nun noch zwei Pilze, die zwar zur Grppe derAmanitapilze gehören,
jedoch tödlich giftig sind. Links
sieht man Amanita phalloides, den Grünen Knollenblätterpilz
und rechts Amanita verna, den weißen Knollenblätterpilz.
Der grüne ist von Juli bis September in Eichen oder Buchenwäldern,
seltener in Nadelwäldern, nicht jedoch in Nordeuropa und oberhalb
von 800 m überm Meeresspiegel zu finden. Der weiße findet
sich in Laubwäldern Südeuropas, nicht jedoch in Nadelwäldern.
Seine Verbreitungsgrenze ist die Weinbaugrenze, die er nordwärts
nicht überschreiten kann. |
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Sammelt niemals Pilze, die Ihr nicht kennt! |
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harko