Erfahrungen mit Amanita


Quelle: Louis Lewin: "Phantastica"
Erwin Bauereiß: "Heimische Pflanzen der Götter"
FIDO Netz: Drogen.ger


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Erwin Bauereiß schreibt von einer Fleigenpilzerfahrung, die er zusammen mit zwei Neulingen auf dem Gebiet der Pilzesserei machte. Bei dieser Beschreibung kommt sehr gut heraus, daß die persönliche Einstellung zum Pilz und der zu erreichenden Wirkung ausschlaggebend für die Wirkung ansich ist.
Es waren ungefähr zwei Stunden vergangen seit Aufgang des Mondes,Pantherpilz gezeichnet als wir mit dem Fliegenpilzsakrament begannen. Meine stdtischen Bekannten wußten nicht um die Eigenschaften der Fliegenpilze, dnene man im Ritual mit Ehrfurcht und Respekt begenen sollte, da er sonst Angst und Schrecken hervorrufen wird. [...] Ich forderte meine Bgleiter auf mit dem Ritual zu beginnen, und wir aßen langsam und bedächti unsere Pilze auf. Das Feuer war bis auf die Glut abgebrannt, der feute Fichten und Moosgeruch drang stärker ins Tipi. Wir hatten eine kleine Trommel dabei, die ich langsam zu schlagen begann. Der Trommelschlag wurde unheimlich klahr, durchdrang meinen ganzen Körper, Dunkelheit umgab uns, und die glühenden Holzscheite erschienen in einem seltsamen Rot. Mein Körper fühlte sich schwer wie Blei an, doch meine Gedanken, die ich förmlich spürte, schwingten sich hoch das Tipi durch das Rauchloch verlassend und ebens schnell wieder zurückkehrend. Ich fühlte mich unendlich frei, war ganzempfänger von Tönen, die aus der Erde und aus dem All zu kommen schienen. Meine Begleiter lagen auf dem Boden, anscheinend in Schlaf oder Bewußtlosigkeit versunken, ich hatte mit dem Trommeln aufgehört. Durch den Rauchbzug des Tipis starrte ein Stern auf mich, ich sah ihn lange an, plötzlich löste sich etwas Glühendes von ihm, schwebte leicht wie eine Feder aus dem All ins Tipi. Es war ein farbiger Lichtpunkt, der sich langsam in ein Auge verwandelte, das über der Glut der Feuerstelle schwebte, ich sah es deutlich und klahr, spührte daß ich es anfasen konnte, wenn ich nur wollte, und doch, ich nahm es mehr mit einem Gefühl war, einem gefühl, das unbenennbar, unbeschreiblich war. Ich war getrennt von Zeit und Raum, war ganz im Bann von Amanita, dann hörte ich klahr wie nie zuvor in meinem Leben den Ruf des Waldkauzes, ich legte die Hände zusammen und rief zurück, es enstand eine richtige Kommunikation. Irgendwann schlief ich ein, nach Stunden erwachte ich, es war, als ob in meinem Innern eine Explosion stattgefunden hätte. Die ganze Umgebung war mit einem Male in die skurrilsten Farben getaucht. Meine Begleiter waren verschwunden, ich verließ das Zelt, und die Alltagsrealität kam langsam zurück. Die ersten Stunden war ich noch etwas verkatert, doch gegen Mittag war alles wieder gut. Meine beiden Begleiter kehrten aus dem Wald zurück, fürchterlich angeschlagen, sie hatten die Nacht im Gebüsch verbracht, über ihre Erfahrung konnten sie noch nicht sprechen. [...]


Eine Beschreibung, welche die These von der Berserkerwut bestärkt kann bei Lewin nachgelesen werden, es handelt sich um Beobachtungen, die vor ca. 100 Jahren gemacht wurden, also auch die User selbst nicht zu Wort kamen. Es ist dies also eine Beschreibung der Gedanken und bewerteten Beobachtungen eines Außenstehenden, dem der Gebrauch des Fliegenpilzes als solcher schon suspekt ist.Die Sicht eines Sprayers auf das Thema
[..] Bei anderen überwiegt anfangs die Bewegungserregung. Die Augen nehmen einen wilden Ausdruck an, das Gesicht ist rot gedunsen, die Hände zittern stark, das Individuum ergreift die Trommel aus Renntierleder und tanzt bzw. rast unter Trommeln in dem Zelt umher, bis es ermattet niedersinkt und in einen tiefen Schlaf verfällt, in dem es Phantastisches, ihm Angenehmes und Beglückendes sieht. Dies dauert eine halbe bis eine Stunde. Der Erwachte geht schwankend umher bis eine neue Erregung mit gleichem Verlauf einsetzt. Dies kann sich noch einige Male wiederholen. Die Möglichkeit einer Gewalttat liegt nahe.


Manche User nehmen den Fliegenpilz gern geraucht, z.B. in einer Wasserpfeife zu sich, was die Nebenwirkungen stark minimieren soll. Außerdem läßt sich der Pilz besser dosieren.

Eine Halbe Stunde nach Einnahme zweier roher Hutkappen stellte sich Übelkeit ein, die mich jedoch nicht zum Erbrechen brachte. Einige Zeit später legte ich mich ins Bett und konnte durch einen Halbschlaf gewisse Veränderungen meiner Umgebung wahrnehmen. Eine gewisse Benommenheit legte sich über mich, ich hatte jedoch deutliche, klahre visuelle Halluzinationen. Diese waren meißt geometrischer Natur. Kurz darauf bin ich dann in einen sehr realen Traumzustand übergewechselt. Ich hatte das Gefühl, als sei ich ein Teil des Universums, oder das Universum ein Teil von mir, oder ich sei das Universum, die Zustände von absoluter Größe und totaler Nichtigkeit wechselten in erschreckender Geschwindigkeit, so daß ich dem Treiben bald geistig nicht mehr folgen konnte, was ich jedoch zu verdrängen im Stande war. Ich ließ es einfach geschehen. Irgendwann müssen dann die Bilder und Reisen aufgehört haben, ich wachte am nächsten Morgen ohne erkennbare Nachwirkungen auf.

Nach den ersten beiden Stunden änderte sich mein Zustand dahingehend, daß ich eine gewisse Übelkeit verspührte. Doch dies änderte sich bald, ich glitt in einen Zustand von Euphorie hinein, bei dem das Gleichgewicht wie bei einem Alkoholrausch gestört war, doch das Denken dabei nicht litt. Nach einem sechsstündigen Erlebnis voller sehr realer und größtenteils phantastischer Inhalte legte ich mich schlafen, obwohl die Wirkung des Pilzes noch nicht völlig abgeklungen war. Die Nacht war ruhig und ich schlief ungestört bis zum nächsten Morgen durch.


Zum Verteiler für diese Droge Wie zu erwarten war, gibt es nicht DEN Fliegenpilzsrausch,
doch das war bei einem Halluzinogen ja auch nicht anders zu erwarten.
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ENDE



harko