Cannabis - medizinische Anwendungen



Depressionen: bisher nur Einzelfallberichte => größere Studien fehlen

Asthma: THC erweitert Bronchien Mechanismus: ? =>wahrscheinlich direkte Wirkung auf glatte Muskulatur, von zentralen Effekten trennbar =>Studien an Asthmatiken fehlen

Glaukom: dosisabhängige Reduktion des Augeninnendrucks von 30% möglich, synergistische Effekte mit den üblichen Therapeutika Mechanismus: ? => nicht parasympathomimetisch oder sympatholytisch, von zentralen Effekten trennbar => topische Applikation vorteilhaft, aber Studien fehlen

Schmerz: wirksam: THC, 11-HO- THC, Delta-8-THC(schwach), Delta-6a- THC (sehr schwach); Anandamine Mechanismen: Über zentrale CB-Rezeptoren, Kappa-Opioid-Rezeptoren, Aktivierung des schmerzhemmenden Systems, auch periphere Effekte an CB-Rezeptoren sind mitbeteiligt; bei Migräne: Serotonin-Spiegel wird gesenkt; psychische Effekte => größere Schmerztoleranz => Opioid-Analgetika deutlich überlegen, allenfalls synthetische Analoga mit verbesserten Eigenschaften wären zu befürworten

Epilepsie: ca. 20% der Patienten sprechen auf übliche Medikamente nicht an; v. a. Cannabidiol wirkt => keine psychischen oder toxischen NW. Mechanismus: synergistischer Effekt mit anderen Antiepileptika? => mehr Studien nötig

Spasmolytikum: Mechanismus:? => wahrscheinlich zentral wirksam => bisher nur Einzelfallberichte, größere Studien fehlen.

Bei Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit bei Krebs und AIDS: gute Ergebnisse, rektale Applikation ist wohl am besten geeignet NW: nicht gravierend, v. a. zur Verringerung des Gewichtsverlusts tolerierbar Mechanismus: Wirkung über Chemorezeptor-Trigger-Zone im Gehirn Vorteile: appetitstimulierende Wirkung bis zu 24 Stunden, hohe therapeutische Breite => Insgesamt gut belegte Wirksamkeit -> THC = Dronabinol (INN) als "Marinol"® in den USA zugelassen.



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