Mescalin

Lophophora williamsii Lemaire
Cactaceae



Dornenloser Kaktus, grau-grüner halbkugeliger Kopf, kurzer dicker Stamm bis max. 10 cm, lange Wurzeln, langsam wachsend, Scheitel zur Blütezeit von hellrosa gefärbten Blütenrosetten geziert, erste Blüte nach ca. 13 Jahren, schwach giftig

Vorkommen: Chihuanwüste (Texas),Queretaro (Mexico)
Rio-Grande Mündungsgebiet
San Jesus Peyote
Einnahme: "mescal-buttons"
Kräutertee als Infus
Gewinnung:
  1. Ernte: nach Ende der Regenzeit Okt./Nov.
    Mittelstück des Kopfes in Scheiben geschnitten "Mescal-buttons"
    Trocknung (Keine Verflüchtigung der Wirkstoffe)
  2. Synthese und Isolierung als farbloses, bitterschmeckendes Öl,
    Überführung in Salz: weiGes Pulver mit deutlich strukturierten Kristallen
Inhaltstoffe: >40 Alkaloide
Mescalin (3 .4 .5’.-Trimethoxyphenylethylamin)
Weitere: Derivate des Phenyläthylamins, Desmethylmescalin Tryptaminderivate, Tetrahydroisochinoline, Anhaiden, Peyotin, Lophorin u.a.
Wirkungsweise:
Einnahme: oral 5 mg/kg Körpergewicht Reinsubstanz (300-350 mg)
Wirkorte: noradrenergene und dopaminergene Synapsen
Wirkung:
  • durch Serotonin vermittelte Neurotransmission
  • Bindung an postsynaptische Serotoninrezeptoren Subtyp 2
  • Beeinflussung des gesamten Serotoninsystems im Gehirn.
    • Rauschzustand in 2 Phasen
    • Dauer 8-12 h Ausscheidung (unverändert) nach ca. 8-12 h
    • LD50 i.p. 370mg/kg KG
    • Überdosierung: Leberschäden, Tod durch Atemlähmung
Geschichte: 1896 Chemiker Heftner: Isolierung von Mescalin als aktives Alkaloid
1918 Synthetische Herstellung
Nutzung: religiöse Riten der Azteken u.a. indianischer Kulturen: "Berührung mit der Götterwelt"
1911 "Native American Church of North America"
Zeltzeremonien in Tipis, sakramentales Kultmittel "Peyotl-buttons"



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